YASMIN Ein Konzept für einen TV-ZWEITEILER von Carsten Unger Alle Rechte Zum Goldenen Lamm Filmproduktion Alleenstraße 2 71638 Ludwigsburg T. 07141 9565155 E. kontakt@zum-goldenen-lamm.com
PRODUKTIONSINFORMATION Konzept: Carsten Unger Format: TV-Zweiteiler / Mutter-Tochter-Geschichte Länge: 2x 90 Minuten Stand: Treatment SYNOPSIS: „YASMIN“   erzählt   die   Geschichte   der   fünfzehnjährigen   JASMIN   und   ihrer   Mutter,   der      Landtagsabgeordneten   SUSANNE FALK.   Mutter   und   Tochter   geraten   auf   ihrer   Suche   nach   Selbstbestimmung   und   Selbstwirksamkeit   in   den   Teufelskreis einer fundamentalistischen Ideologie. Während   Jasmin   zum   radikalen   Islam   konvertiert   und   den   Kontakt   zu   ihrer   Familie   abbricht,   schließt   sich   Susanne   einer radikalen Bürgerbewegung gegen Islamisierung an. In   ihrem   Ringen   um   Selbstbestimmung   bilden   Mutter   und   Tochter   zwei   gegensätzliche   Pole,   die   um   den   gleichen   Kern kreisen.    Jasmin    und    Susanne    geraten    über    ihren    Wunsch    nach    Selbstwirksamkeit    und    Zugehörigkeit    in    eine verhängnisvolle   Dynamik   von   Radikalisierung   und   Ausgrenzung.   Religion   und   Ideologie   werden   austauschbar.   In   den Fliehkräften   ihrer   immer   radikaleren   Entscheidungen   drohen   Mutter   und   Tochter   die   Kontrolle   über   ihr   Leben   zu verlieren. Im   Angesicht   des   fundamentalen   Scheiterns   ihrer   Weltbilder,   erkämpfen   sich   Jasmin   und   Susanne      fundamentale   Werte zurück.    In    ihren    nur    scheinbar    gegensätzlichen    Perspektiven,    verhandeln    sie    die    existentiellen    Widersprüche    von Moderne, Religion und Rebellion. Beide   entkommen   den   Anziehungskräften   zwischen   Mutter   und   Tochter   jedoch   nicht   und   müssen   erkennen,   dass   die Lösung ihres fundamentalen Konfliktes mit der Welt auch in der Klärung ihrer Beziehung liegt.
FIGURENBESCHREIBUNG JASMIN   ist   15   Jahre   alt   und   ein   ganz   normales   Mädchen.   Unsicher,   selbstbezogen und auf ihre Art exzentrisch und mit einem unbändigen Gerechtigkeitssinn. Jasmin   sagt   später,   sie   sei   erwachsen   geworden   als   sich   ihre   Eltern   getrennt   haben. „Wir   lieben   uns   nicht   mehr!“   haben   sie   gesagt   und   es   schien,   als   hätten   ihre   Eltern damit sie gemeint. Jasmin   will   dazu   gehören,   doch   nicht   um   jeden   Preis.   Jasmin   ist   enttäuscht   von   ihren Eltern,   von   ihren   Freundinnen   und   am   meisten   von   sich   selbst,   weil   sie   nie   den   Mut hatte, sie selbst zu sein. Als   die   neue   Mitschülerin   Fatima   in   einen   Tschador   gehüllt   die   Klasse   betritt,   ist   das für     Jasmin     wie     eine     Offenbarung.     Jasmin     ist     beeindruckt     von     Fatimas Selbstbewusstsein   und   ihrer   unerschütterlichen   Selbstgewissheit.   Als   Jasmin   zum ersten   Mal   ein   Kopftuch   in   der   Öffentlichkeit   trägt,   hat   sie   plötzlich   das   Gefühl,   ihrem Leben   nicht   mehr   nur   ausgeliefert   zu   sein,   sondern   es   selbst   in   der   Hand   zu   haben. Jasmin   genießt   die   Irritation   ihrer   Eltern   und   die   Anfeindungen   der   Mitschülerinnen und findet im Islam eine Alternative für all die gebrochenen Versprechen in ihrem Leben. Aus   Jasmin   wird   Yasmin   und   während   Yasmin   unter   dem   Kopftuch   von   einem   unsicheren   Teenager   zu   in   einer selbstbewussten   jungen   Frau   heranwächst,   droht   sie   jedoch   erneut   die   Kontrolle   über   ihr   Leben   zu   verlieren.   Yasmin gerät   in   den   Teufelskreis   einer   fundamentalistischen   Religion.   Umso   mehr   die   Religion   Yasmins   Alltag   bestimmt,   desto verbissener   versucht   Yasmin   durch   noch   strengere,   selbstauferlegte   Gebote   die   Kontrolle   über   ihr   Leben   zurück   zu gewinnen.   Was   als   ein   Akt   der   Selbstbestimmung   begann,   wird   zu   einem   Akt   der   Selbstauslöschung   und   Yasmin   droht unter dem Niqap völlig zu verschwinden. Durch   die   verbotene   Liebe   zu   Amir   gelingt   es   Yasmin   aus   dem   Teufelskreis   des   religiösen   Fanatismus   auszusteigen.   In Yasmins   Augen   haben   ihre   Eltern,   stellvertretend   für   die   westliche   Gesellschaft,   die   Liebe   zur   Unkenntlichkeit   herunter gewirtschaftet.   Yasmin   will   sich   die   Liebe   in   ihrem   Leben   zurückerobern.   Doch   Yasmin   ist   das   erste   Mal   verliebt   und schmeißt   sich   mit   der   gleichen   totalitären   Hingabe   und   ausbeuterischen   Selbstaufgabe   in   die   Liebe,   wie   zuvor   in   die Religion.    Amir    ist    von    Krieg    und    Fanatismus    traumatisiert    und    Yasmin    droht    in    der    Beziehung    erneut    ihre Selbstbestimmung   und   ihre   Würde   zu   verlieren.   Es   ist   Yasmins   Bereitschaft   ihr   Versprechen   gegenüber   Amir   zu   halten, wodurch es Yasmin gelingt sich ihre Souveränität als eigenständige Persönlichkeit zurück zu erobern.   Am   Ende   hat   Yasmin   eine   existentialistische   Schlacht   geschlagen.   Sie   hat   sich   ihre      Souveränität   erkämpft   und   den Glauben   an   die   große   Liebe   zurückerobert.   Wir   wissen,   dass   Yasmin   weiterhin   existentielle   Prüfungen   im   Leben bevorstehen, doch diesen einen Kampf hat sie gewonnen.
FIGURENBESCHREIBUNG SUSANNE   FALK   ist    43    Jahre    alt,    ehemalige Leistungssportlerin,    zwischenzeitlich    Hausfrau    und seit neuestem Abgeordnete des Landtages. Susanne   begann   sich   politisch   zu   engagieren,   als   in einem   Landschaftsschutzgebiet   in   der   Nähe   ihres Wohnortes     eine     Autobahn     werden     sollte.     Die Autobahn   wurde   gebaut,   doch   Susanne   war   von   der Politik   angefixt.   In   der   Politik   sieht   Susanne   eine Bühne und die Chance sich selbst zu verwirklichen. Susanne     ist     zweifache     Vize-Weltmeisterin     und Gewinnerin     der     Olympischen     Silbermedaille     im Zehnkampf.    Als    Susanne    mit    Jasmin    schwanger wurde,   war   sie   insgeheim   froh   den   Leistungssport   mit   gutem   Gewissen   auf   Eis   legen   zu   können.   Es   war   als   sei   eine schwere   Last   von   ihr   abgefallen.   Jahre   später   wird   Susanne   immer   wieder   ihre   Kinder   dafür   verantwortlich   machen, dass sie ihre Sportkarriere aufgeben musste. Susanne   weiß,   dass   ihr   Ehemann   Frank,   sie   seit   Jahren   mit   wechselnden   Affären   betrügt,   doch   sie   hatte   immer   den Ehrgeiz   diesen   Mann   zu   bändigen,   schließlich   war   es   für   alle   ersichtlich   wie   gut   sie   als   Paar   zusammen   passten. Nachdem   ihr   jedoch   Mann   in   ein   unbefristetes   Sabattical   verabschiedet   hat   und   die   Kinder   aus   dem   Gröbsten   raus   sind, wird Susanne bewusst, dass sie sich einen neuen Lebensinhalt suchen muss. Durch   geschicktes   Taktieren   und   ihren   Bekanntheitsgrad   als   ehemalige   Sportlerin   konnte   Susanne   sich   als   Kandidatin   für die   Landtagswahlen   in   ihrem   Wahlkreis   in   Stellung   bringen.   Durch   ihren   Ehrgeiz   verspielte   Susanne   jedoch   ihre politischen    Freundschaften    und    verlor    schließlich    die    Wahl.    Als    in    der    zurückliegenden    Sommerpause    ein Landtagsabgeordneter   über   eine   Alkoholfahrt   mit   Fahrerflucht   stolpert,   rückt   Susanne   jedoch   als   reguläre   Abgeordnete in den Landtag nach.  Susanne   hat   endlich   eine   Bühne   für   ihre   Ambitionen   gefunden,   doch   Susannes   Ansichten   passen   nicht   zur   aktuellen politischen   Debatte.   Als   ihre   Tochter   sich   zum   Islam   bekennt   und   in   der   Öffentlichkeit   den   Vollschleier   trägt,   droht Susanne in ihrer Fraktion das politische Abseits. Susanne   versucht   jedoch   der   neuen   Religion   ihrer   Tochter   aufgeschlossen   zu   sein   und   ihr   mit   Toleranz   zu   begegnen.   Sie hofft   Jasmin   über   die   Mutter-Tochter   Beziehung   zurück   in   die   Normalität   zu   führen.   Doch   umso   intensiver   sich   Susanne um   ihre   Tochter   bemüht,   desto   mehr   scheint   Jasmin   ihr   zu   entgleiten.   Als   Yasmin   wegen   der   Unterstützung   einer terroristischen   Vereinigung   verhaftet   wird   und   sich   kurz   drauf   dem   Einfluss   ihrer   Mutter   endgültig   entzieht   und   spurlos verschwindet, fühlt sich Susanne von den staatlichen Behörden und ihrer Partei im Stich gelassen. Susanne   beschließt   mit   allen   Mitteln   um   ihre   Tochter   zu   kämpfen   und   nimmt   Kontakt   mit   einer   Bürgerbewegung   auf: „BÜGI   -   Bürger   gegen   Islamisierung“.   Susanne   macht   die   Geschichte   ihrer   Tochter   zu   ihrem   politischen   Thema   und findet in der Bürgerbewegung eine Bühne und eine Basis. Während   sich   Susannes   Fraktion   von   der   rechts-populistischen   Bürgerbewegung   distanziert,   übernimmt   Susanne   aus Angst   um   ihre   Tochter   die   einfachen   Antworten   der   Demagogen.   In   ihrem   Kampf   um   ihre   Tochter   und   um   ihre   eigene politische   Sichtbarkeit,   begibt   sich   Susanne   in   eine   verhängnisvolle   Dynamik   von   Radikalisierung   und   Ausgrenzung   und verliert wie Yasmin die Kontrolle über ihr Leben an eine fundamentalistische Ideologie.
© Carsten Unger
CARSTEN UNGER  writer & director
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